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von Erzieher Fuchs 23. Januar 2026
Karneval ist für Kinder einfach etwas ganz Besonderes: bunte Kostüme, fröhliche Musik, lustige Rollen und dieses kleine Kribbeln im Bauch, wenn man mal jemand anderes sein darf. Ob Prinzessin, Pirat, Feuerwehrfrau oder Zauberer - in der Kita, in der Kindertagespflege oder zu Hause wird aus einem ganz normalen Tag plötzlich ein kleines Fest voller Fantasie. Damit ihr Karneval auch im Alltag ganz unkompliziert aufgreifen könnt, habe ich euch heute etwas Schönes eingestellt: ✨ Ein Fingerspiel zum Mitmachen und 🖍️ ein passendes Ausmalbild zum kostenlosen Download. Mein Kinderlied „Ki Ka Karneval“ (von Erzieher Fuchs) ist besonders für eine Vorstellungsrunde geeignet - zum Beispiel im Morgenkreis. Es lädt Kinder spielerisch dazu ein, sich zu zeigen, sich zu bewegen und gemeinsam in die Karnevalsstimmung zu starten. Das Lied ist auch als Instrumentalversion auf allen gängigen Plattformen zu streamen. Gerade in der Karnevalszeit ist Musik im pädagogischen Alltag ein echter Türöffner: Sie schafft Verbindung, bringt Energie in die Gruppe und sorgt dafür, dass auch zurückhaltendere Kinder leichter ins Mitmachen kommen. Passend gibt es auch ein Fingerspiel dazu - und ich nutze Fingerspiele bei uns in der KiTa wirklich ständig. Warum? Weil sie so viel mehr sind als „nur niedlich“: ✅ Sprachförderung: Kinder hören die Reime - lernen ganz nebenbei neue Wörter. ✅ Motorik & Koordination: Fingerbewegungen trainieren Feinmotorik und Handgeschicklichkeit. ✅ Konzentration: Kurz, klar und wiederholend - perfekt für kleine Aufmerksamkeitsspannen. ✅ Soziales Lernen: Gemeinsam sprechen und bewegen stärkt Gruppengefühl und Zugehörigkeit. ✅ Emotionale Sicherheit: Wiederkehrende Rituale geben Halt - gerade bei aufregenden Themen wie Verkleiden. Und das Beste: Fingerspiele funktionieren überall - ohne Material, ohne Vorbereitung, ohne Stress. Fingerspiel: „Wir verkleiden uns!“ Der Daumen ruft: Ich bin ein Superheld und beschütz´ die ganze Welt. Der Zeigefinger sagt: Schieße ich ein Tor, dann jubeln alle laut im Chor. Der Mittelfinger weiß genau: Prinzessin fein, mit Kleid und Krone möchte ich sein. Der Ringfinger flüstert leis: Hui, ich bin ein Geist, der durch alle Räume reist. Der kleine Finger ruft: Ein Ritter bin ich! Mutig und stark - weil ich Karneval so mag. Kostenloses Ausmalbild zum Karneval Passend zum Fingerspiel stelle ich euch hier ein Ausmalbild zum Karneval als kostenlosen Download zur Verfügung. Das Bild eignet sich super: - für die Freispielzeit - als Angebot im Morgenkreis-Anschluss - für Karnevalsfeiern z.B. in der Kita oder einfach gemütlich zu Hause am Tisch Wichtiger Hinweis zum Download ⚠️ Das Durchführen des Downloads geschieht auf eigenes Risiko und Gefahr. Ich habe zwar ein Virenprogramm drüber laufen lassen, aber bitte macht dies nach dem Download auch sofort. Viel Freude beim Spielen und Ausmalen!
von Christian Fuchs 17. Januar 2026
Von außen wirkt der Kita-Alltag oft vertraut: spielende Kinder, bunte Räume, engagierte Fachkräfte. Doch hinter den Kulissen wird derzeit intensiv diskutiert - fachlich, leidenschaftlich und mit wachsender Sorge. Im Mittelpunkt steht eine mögliche Veränderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz). Und mittendrin: Christian Fuchs, pädagogische Fachkraft aus Witten, der seinen Beruf nicht nur ausübt, sondern lebt. Fuchs ist Naturpädagoge, Wald-Erzieher, Fachkraft für musikalische Früherziehung, Kinderliedermacher, Spielgruppenleiter - und vor allem jemand, der sich tief mit dem Bild vom Kind auseinandersetzt. In pädagogischen Netzwerken und Communitys des „World Wide Web“ wird genau darüber aktuell intensiv diskutiert: Was bedeutet gute Betreuung? Wo liegen Grenzen? Und wer sollte jetzt eigentlich seine Stimme erheben? Für Fuchs ist klar: Nicht nur Fachkräfte, auch Eltern sollten lauter werden. „Wenn noch mehr jüngere Kinder in eine Gruppe aufgenommen werden sollen, dann dürfen wir das nicht nur aus pädagogischer Sicht kritisieren - Eltern sollten das ebenfalls tun.“ Dabei geht es ihm ausdrücklich nicht um Arbeitsvermeidung. Ganz im Gegenteil. „Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass wir uns vor Arbeit drücken wollen.“ Vielmehr stellt der Erzieher eine grundlegende Frage, die weit über einzelne Gesetzesparagraphen hinausgeht: Was wünschen sich Eltern wirklich für ihr Kind? Eine Betreuung, die vor allem organisatorisch funktioniert oder eine, die sich am einzelnen Kind orientiert? Ein Blick in den Kita-Alltag Ein typischer Vormittag in einer Kita beginnt oft früh: Ankommen, Trennung von den Eltern, Freispiel, Frühstück, Wickelsituationen, Konflikte schlichten, trösten, begleiten, fördern. Schon hier zeigt sich: Gerade jüngere Kinder brauchen Nähe, Zeit, feste Bezugspersonen. Wenn Gruppen größer werden und immer jüngere Kinder hinzukommen, verändert sich dieser Alltag spürbar. Pädagogische Arbeit wird dann schnell zu einem Balanceakt zwischen Anspruch und Machbarkeit. Pro & Contra: Mehr Kinder pro Gruppe Pro: - Mehr Betreuungsplätze für Familien - Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Entlastung angespannter kommunaler Strukturen Contra: - Weniger individuelle Zuwendung für jedes Kind - Höhere Belastung für Fachkräfte - Gefahr, dass Bindung und Beziehungsarbeit leiden Gerade die Contra-Sicht berührt einen sensiblen Punkt: Frühkindliche Bildung ist keine Massenware. Sie lebt von Beziehung, Verlässlichkeit und Zeit. Christian Fuchs richtet seinen Blick bewusst auf die Elternschaft. Nicht als Vorwurf, sondern als Einladung. Eine Einladung, mitzudiskutieren, nachzufragen und Haltung zu zeigen. Denn am Ende geht es um ihre Kinder - und um das Bild von Kindheit. Die entscheidende Frage bleibt offen und verdient Aufmerksamkeit: Wie viele Kinder gleichzeitig sind eigentlich pädagogisch wertvoll? Auch die Debatte um sogenannte ABC-Klassen gewinnt an Fahrt. Auf sozialen Netzwerken, in Fachkreisen und zunehmend auch in der Öffentlichkeit wird kritisch diskutiert, ob es sinnvoll ist, junge Kita-Kinder in spezielle Klassen zu "schicken", um dort Sprache zu „lernen“. Doch Kinder lernen Sprache, indem sie beteiligt sind - nicht indem sie belehrt werden. Das gemeinsame Spiel, das Erzählen beim Frühstück, der Streit um ein Spielzeug, das Trösten nach einem Sturz: All das sind hochkomplexe Sprachlernprozesse. Wer glaubt, Sprache lasse sich im frühen Kindesalter effektiver in einem klassenähnlichen Setting vermitteln, verkennt grundlegende entwicklungspsychologische Erkenntnisse. Kita ist Bildungsort - aber kein Klassenzimmer Kindertageseinrichtungen sind längst anerkannte Bildungsorte. Doch sie folgen einem anderen Bildungsverständnis als Schule. Bildung in der frühen Kindheit ist ganzheitlich, beziehungsorientiert und situationsbezogen. Sie braucht Zeit, Vertrauen und stabile Bezugspersonen. Statt neue Strukturen neben der Kita aufzubauen, wäre es fachlich konsequent, die bestehenden Systeme zu stärken. Die Probleme, die ABC-Klassen lösen sollen, sind seit Jahren bekannt: große Gruppen, zu wenig Personal, unzureichend ausgestattete Räume, kaum Vor- und Nachbereitungszeiten für Fachkräfte. Was es braucht, sind: - kleinere Gruppengrößen - eine klare Trennung von U3- und Ü3-Bereichen - qualifizierte pädagogische Fachkräfte - Räume, die Sprache ermöglichen - Zeit für Beziehung und gezielte Begleitung Kurz: bessere Rahmenbedingungen, nicht neue Sonderformate. Ein weiterer Aspekt wird in der öffentlichen Debatte oft übersehen: der massive Fachkräftemangel. Nicht nur Kitas fehlen pädagogische Fachkräfte - auch Schulen kämpfen mit fehlenden Lehrkräften. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine unbequeme, aber notwendige Frage: Wer soll die ABC-Klassen eigentlich personell abdecken? Der Wunsch, Kindern möglichst früh möglichst viel mitzugeben, ist verständlich. Doch frühe Bildung ist kein Wettlauf. Sie lässt sich nicht beschleunigen, ohne Qualität zu verlieren. Kinder brauchen keine Vorverlegung von Schule - sie brauchen Erwachsene, die ihre Entwicklung verstehen. Die Diskussion um ABC-Klassen ist deshalb richtig und notwendig.
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